Gute Laune beim Trickdogging

Große Freude! Im Januar 2016 holten wir unsere Kaja-Mila von der Cookie-Box zu uns nach Hause. Mila ist eine  Hündin aus dem Einkreuzprojekt der IGRK. Erfahrungen in der Hundeschule sammelten wir zunächst in der Welpengruppe, später beim Alltagstraining in der Kleinhundegruppe.  Hunde wollen nicht nur körperlich, sondern auch geistig ausgelastet werden. Und somit entschieden wir uns, mit Mila in der Hundeschule zusätzlich etwas „für den Kopf“ zu machen. Dafür bietet sich das Trickdogging wunderbar an. Gemeinsam mit dem Hund die verschiedensten Tricks einzuüben, und das Ganze ohne Stress oder Ungeduld - darum geht es beim Trickdogging.

Es ist weniger eine Hundesportart als eine Art Freizeitspaß für Mensch und Hund und festigt ganz nebenbei die Bindung. Ich finde es spannend zu lernen, wie die einzelnen Tricks in kleinen Schritten aufgebaut werden. Beim Trickdogging lerne ich, Mila bewusster zu beobachten, denn es ist wichtig, im richtigen Moment den Hund zu loben. Die positive Verstärkung geschieht bei uns über den Clicker und dem Leckerlie. Wenn eine Übung sicher klappt, reicht auch die „nette Stimme“ als Lob. Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Konzentration und Freude Mila bei der Sache ist. Wir motivieren uns gegenseitig. Das Üben der Tricks kann ich prima in den Alltag einbauen. Unsere Spaziergänge werden mit Tricks nicht nur abwechslungsreicher, sondern Mila achtet auch mehr auf mich, weil wir gemeinsam etwas Lustiges tun.

Mila kann im Wald beispielsweise im Slalom durch meine Beine gehen, sich verbeugen, die Vorderpfoten rechts und links heben, rückwärts laufen, sich rechts oder links um die eigene Achse drehen, sich schlafend stellen, winken, durch die Arme springen oder Baumstämme umkreisen. Schwieriger werden die Tricks, wenn sie aus der Distanz gezeigt werden sollen. Oder wenn ein bekannter Trick plötzlich aus einer anderen Position abgerufen wird. Das einfache „Pfötchen geben“ (was im vertrauten Wohnzimmer doch immer zuverlässig klappt) ist für den Hund oft etwas Neues, wenn er es z.B. sitzend auf einem Podest tun soll. Die neuen Tricks üben Mila und ich zuerst immer in der vertrauten Umgebung. Wenn es dort klappt, dann probieren wir es unter Ablenkung. Ich finde Trickdogging toll, weil es mich nicht unter Leistungsdruck setzt. Sowohl beim Training in der Hundeschule, als auch zu Hause steht die Freude und der Spaß im Vordergrund. Habe ich keine Zeit oder Nerven zum Üben, dann lasse ich es sein. Letztlich freuen wir uns aber immer (und sind auch ein bisschen stolz), wenn wir der Familie wieder einen neuen Trick vorführen können. Man sieht es Mila einfach an: Sie ist begeistert, wenn sie mit dem Kopf arbeiten darf. Und sie genießt es, ein Team mit ihrem Menschen zu sein.