Patella Luxation

Unter Patella Luxation wird eine Verlagerung der Kniescheibe (nach außen oder innen) aus ihrer Gleitrinne, dem Rollkamm des Oberschenkels, verstanden. Übersetzt wird Patella Luxation auch mit „Kniescheibenverrenkung“.

Diese Verrenkung ist die Folge einer angeborenen oder (traumatisch) erworbenen Deformation der Hinterläufe des Hundes.

Beim laufenden Hund fällt auf, dass er das betroffene Hinterbein immer wieder für einige Schritte entlastet, bzw. permanent lahmt.

Bei der orthopädischen Untersuchung des betroffenen Hinterbeines wird in der Regel festgestellt, ob es eine Verrenkung der Kniescheibe ist und wie schwer diese ist. Ein Röntgenbild oder CT kann zur exakten Diagnose und für einen Therapieplan nötig sein.
Zu der Behandlung dieser Krankheit gehören das Muskeltraining der Hinterläufe, Physiotherapie, das Vermeiden schädlicher Bewegungsmuster, eventuelle Nahrungsergänzung und in schweren Fällen eine Operation des betroffenen Knies.

Bei der Sichtung aller Hunde der IGRK im Alter von 1,5 bis 2 Jahren wird aus diesem Grund auch auf die Winkelung der Hinterläufe geachtet und das Gangbild beobachtet. Ebenso muss der Nachweis der Untersuchung von dem betreuenden Tierarzt mitgebracht werden. Jeder Hund wird dabei im Stehen auf Patella Luxation untersucht, um eine Anlage zu dieser Skeletterkrankung frühzeitig erkennen zu können.