Die IGRK nach zehn Jahren - Rückblick und Ausblick

10 Jahre später: 2004 – 2014

Wir freuen uns, nach zehn Jahren auf eine recht erfreuliche Arbeit der IGRK zurückschauen zu können. An der Ausrichtung und den Zielen der IGRK hat sich nicht viel geändert. Wir wollen weiterhin den Genpool der Kromfohrländer erweitern und einen rauhaarigen, wesensfesten und nicht jagenden Hund züchten.
In den zehn Jahren wurde wichtige Arbeit getan:

  • Die IGRK hat eine Blutbank an der Tiermedizinischen Hochschule Hannover aufgebaut, in der Blutproben aller eingesetzten und gezüchteten Hunde für genetische Forschung zur Verfügung stehen.
  • Die IGRK hatnter Anleitung von Frau Schneider-Müller und Herrn Fabian als EDV-Profihr eigenes Zuchtprogramm entwickelt, das 2013 durch den Ahnenverlustkoeffizienten ergänzt wurde; in diesem Programm sind alle Kromfohrländer, beginnend mit dem „ Urpeter“, eingetragen. Es ermöglicht uns eine effiziente Zuchtplanung und Zuchtlenkung.
  • Wir sichten die Welpen aller Würfe nach 1,5 bis 2 Jahren, um zu sehen, wie sich die Hunde entwickeln und die Elterntiere sich vererbt haben. Nach fünf, acht und elf Jahren findet eine Gesundheitsumfrage in schriftlicher Form statt.
  • 2011 fanden größere Veränderungen statt; mit der Gründung des VRK entschied sich eine große Gruppe von IGRK-Züchtenen dort mitzuarbeiten. In unserem Team arbeiten wir seither konstruktiv und in kleinen, überschaubaren Schritten weiter.
  • 2013 organisierte die IGRK eine sehr erfolgreiche Tagung mit der Wiener Genetikerin Frau Dr. Sommerfeld-Stur zum Thema:

„Kreuzungszucht – Möglichkeiten und Grenzen gezielter Immigration in der Hundezucht“

Seither steht uns Frau Dr. Sommerfeld-Stur beratend zur Seite. Eine weitere Tagung mit Frau Dr. Sommerfeld-Stur ist für 2016 geplant.

  • 2014 fand der erste Züchtertag der IGRK statt. Das Programm bot eine detaillierte Einführung für Neuzüchternd lebendige Fortbildung wie auch Austausch der schon Zucht-Erfahrenen.
  • Seit 2011 züchten wir derzeit in fünf aktiven Zwingern, zwei Zwinger ruhen; einige neue Zwinger wurden 2014 angemeldet.
  • Von 2004 – Frühjahr 2014 sind 179 Welpen in 32 Würfen gefallen. Von 2012 - 2014  wurden in unserer verkleinerten IGRK-Gruppe 33 Welpen geboren, von denen sich einige der neuen Hundebesitzer ktiv in die Zucht einbringen wollen. So wird in der IGRK ein sehr überschaubarer Wachstumsprozess stattfinden, der dem Projekt mit seinen Problemzonen (wenige reinrassige Rüden mit zu geringen Abstammungsunterschieden) nur gut tun kann, da es keine unüberlegten oder überstürzten Entscheidungen geben wird.

Aus der Zucht:

Sehr erfreuliche Zeichen sind züchterisch zu vermerken. Die Welpen sindm Vergleich zu denen aus reinrassigen Würfenon Geburt an deutlich vitaler, saugen besser, entwickeln sich schneller. Sie sind quirlig aber ausgeglichen. Es herrscht keine Stressstimmung in der siebten und achten Woche! Die Einkreuzhunde zeigen auch mit ¼ Kromfohrländeranteil noch eine gute Menschenbezogenheit, sind viel verspielter und meist deutlich unkomplizierter im Kontakt mit Kindern und Hunden. Die Hündinnen werfen besser und ermüden weniger unter der Geburt.

Wir wollen Transparenz und offenen Umgang mit Krankheiten. Folgende Erkrankungen sind uns bekannt, wobei wir leider wenig über die Nachzuchten des VRK wissen.
Erkrankungen:

  • 1 x Epilepsie;  (2009) (der Rüde ist von der Zucht ausgeschlossen)
  • 1 Missbildung- Wolfsrachen im  Zwinger v.d. Cookie-Box; (2013)
  • 1 Todesfall im B-Wurf vom Infield ?  (2013)
  • 1 Todesfall im H-Wurf v.d. Cookie-Box, Ursache: Lymphdrüsenkrebs

Traditionell findet jährlich im Herbst für unsere Mitglieder und Freunde der IGRK-Tag statt, ein Ereignis mit informativen Vorträgen, Tombola, Hunde-Rallye und vergnüglichem Miteinander von Menschen und Hunden. Durch die Wahl unterschiedlicher Orte in Baden Württemberg möchten wir möglichst vielen Mitgliedern die Chance geben, an diesem Ereignis teilzunehmen.