Sport mit Kromi

Sport mit Hund – dies umfasst eine große Bandbreite an Möglichkeiten sich gemeinsam aktiv zu betätigen. Aber worauf sollte man dabei achten?

Zunächst kommt es auf die richtige Auswahl an. Abhängig von Rasse, Charakter und Alter des Hundes sind einige Sportarten mehr, andere weniger geeignet.

Was die Kromfohrlaender angeht, kann man sagen, hat man mit dieser Rasse einen Allrounder an seiner Seite. Aufgrund ihrer Größe und Fähigkeit sich überall anzupassen kann man nahezu jede Sportart mit ihnen gemeinsam praktizieren. Im Folgenden wird ein kleiner Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten gegeben, inklusive Tipps worauf man im Speziellen achten sollte.

Agility, Obedience, Dogdance, THS – gehört hat wohl jeder Hundebesitzer diese Begriffe schon, aber was genau steckt hinter den Namen, mit denen Hundesportvereine Werbung machen?

Der wohl bekannteste Sport ist Agility. Hierbei geht es vor allem um Tempo, aber auch Genauigkeit da der Hund in kurzer Zeit einen vorgegebenen Parcours fehlerfrei bewältigen muss. Die Herausforderung für den Hundeführer ist hierbei, den Hund durch den Parcours zu leiten, wofür eine klare Körpersprache wichtig ist. Die Voraussetzung, welche der Hund mitbringen sollte ist in erster Linie körperliche Fitness. Für sehr alte oder noch  junge Hunde ( Beginn frühestens mit 15 Monaten!!) ist dieser Sport daher ungeeignet, da er eine hohe Belastung für die Gelenke darstellt.

Abhängig von der Risthöhe des Hundes, gibt es im Agi die drei Unterteilungen small, midi und large, nach denen die Hürden dann unterschiedlich hoch gelegt werden. Bei den Kromfohrländern ist das Problem oft dass sie in die Klasse „large“ eingeteilt werden, da die Risthöhe gerade an der Grenze zwischen midi und large liegt. Da dies jedoch sehr hoch ist und damit eine größere Belastung für die Gelenke darstellt, ist es zu empfehlen in der Klasse midi zu laufen.

Obedience -  wie der Name schon sagt geht es hierbei in erster Linie um Gehorsam und Disziplin. Was sich vielleicht auf den ersten Eindruck hin, langweilig anhört ist in Wirklichkeit ein faszinierendes Zusammenspiel zwischen Vier-und Zweibeiner, bei dem Konzentration und Perfektion gefragt sind. Die perfekte Wahl für Teams, welche körperlich nicht ganz so – dafür aber geistig fit sind. Beide sollten dafür jedoch Spaß an Fußarbeit und Apportieren haben.

Dogdance ist die perfekte Option für alle kreativen Köpfe. In dieser Sportart wird gemeinsam mit dem Hund getanzt -  was genaues Timing und Zusammenspiel von Hund und Mensch erfordert. Auf eine bestimmte Musik wird eine Choreographie einstudiert, die aus vielen zusammenhängenden Tricks besteht. Die Voraussetzungen dafür sind ganz klar eine starke Bindung und viele kreative Ideen für eine gute Show!

Leichtathletik mit Hund – so lässt sich Turnierhundesport ( kurz : Ths) wohl am Treffendsten beschreiben. Diese Art Hundesport ist für die Sportlichsten unter den Hundebesitzern gedacht, da sie eine gute körperliche Fitness voraussetzt. Generell geht es um Schnelligkeit, sowie Team-Work da in es den verschiedenen Disziplinen meist darum geht eine bestimmte Strecke ( Slalom, Hürdensprung, Hindernislauf, Geländelauf, …) parallel in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen. Dafür sind natürlich Konditions- und Sprinttraining von Nöten. Wie auch schon beim Agility ist es hier daher ratsam, dass Hund und Mensch gut trainiert und fit sind. Regelmäßige Untersuchen beim Tierphysiotherapeut sind (wie übrigens auch beim Agi) zu empfehlen, da durch das viele Springen schnell Verspannungen im Hundekörper entstehen können. Wichtig ist natürlich immer, den Hund davor gut aufzuwärmen!

Dies waren die geläufigsten Angebote der Hundesportvereine. Abhängig vom jeweiligen Verein gibt es natürlich noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, wie zum Beispiel Longieren (funktioniert vom Prinzip her ähnlich wie bei Pferden, und ist besonders geeignet für Teams, bei denen der Zweibeiner schlecht zu Fuß ist und den Hund trotzdem auslasten will), Rally-Obedience (eine ganz neue Form, welche eine Mischung aus Obi und Agi darstellt), Mantrailing (Personensuche), oder auch Flyball (besonders für Apportierfreunde attraktiv) und vieles mehr.

Auf jeden Fall ist es immer ratsam, einen Hundesportverein zu besuchen und dort in einer Übungsgruppe mit zu trainieren. In den meisten Fällen sind dort nämlich qualifizierte Trainier anwesend die auf die richtige Ausübung der jeweiligen Sportart spezialisiert sind und als Hundekenner sämtliche Fragen beantworten können. (Bei der Auswahl der richtigen Hundeschule vorher informieren, um keine Enttäuschung zu erleben). Oftmals wird man nach einer gewissen Zeit regelmäßigen Trainings bereits so professionell um auch auf Turniere gehen zu können, was für viele Teams einen gewissen Wettkampf Reiz und jede Menge Spaß darstellen kann.

Aber ist Sport mit Hund nur innerhalb eines Vereins möglich?

Natürlich nicht! Im Prinzip kann man seinen Vierbeiner fast überall mit hinnehmen, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Im Fitnessstudio hat ein Hund natürlich keine Freude – aber wie wäre es statt aufs Laufband einfach in den Wald zu gehen? In unseren Vierbeinern finden wir wohl die besten Laufpartner die es gibt, da sie von Natur aus eine gute Kondition besitzen und uns dadurch oft motivieren weitere Strecken zu joggen. Darüber hinaus ist gehen Hundebesitzer bekanntlich viel öfter joggen, weil Gassi gehen muss man ja sowieso - warum also nicht gleich einen kleinen Lauf damit verbinden? Besonders Spaß macht es, wenn man sich einen Bauchgurt umschnallt, welcher mithilfe eines Geschirrs mit dem Hund verbunden ist. (Hierbei ist es ratsam, in einem Hundefachgeschäft ein professionelles Geschirr  anzuprobieren, damit der Hund keine Rückenschäden bekommt). So können ziehfreudige Hunde richtig ausgelastet werden, und ganz nebenbei entsteht auch ein Gemeinschaftsgefühl.

Auch Radfahrer können ihre Hunde mit auf eine Tour nehmen, wobei man  aufpassen muss, dass die Strecke nicht zu lang wird. Hier kommt der Kromi  irgendwann an seine Grenzen, die er jedoch nicht gut anzeigt und so man Gefahr läuft, ihn zu überfordern.

Darüber hinaus eignen sich die Kromis auch als Reitbegleithunde, wobei hier eine Ausbildung zum Reitbegleithund zu empfehlen ist, da der Hund perfekt hören sollte.

Das beste gemeinsame Hobby ist natürlich das Wandern, da Hund und Mensch hierbei gemeinsam in der Natur zueinander finden und vom Alltag abschalten können.

Abschließend ist zu sagen: Nehmt eure Hunde mit wenn ihr Sport macht! Es macht doppelt so viel Spaß zusammen und lastet Hund und Mensch gleichermaßen aus.