Hypothyreose

Unter Hypothyreose versteht man eine Unterfunktion der Schilddrüse, wodurch der Körper mangelhaft mit den Schilddrüsenhormonen Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) versorgt wird.

Da die Schilddrüsenhormone eine zentrale Rolle bei vielen Funktionen spielen, sind bei einer Unterfunktion viele Stoffwechselvorgänge gestört. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des erkrankten Tieres sind eingeschränkt. Betroffene Hunde leiden an zunehmender Trägheit, sowie an Haut- und Fellerkrankungen. Bei Hündinnen kann die Läufigkeit ausbleiben. Auch Verhaltensauffälligkeiten sind möglich.

Besonders wichtig sind die Schilddrüsenhormone der Hündin für die normale Entwicklung des Gehirns ihrer Welpen: Diese Hormone fördern in der embryonalen Entwicklung die Vernetzung der Neuronen im Gehirn der Welpen. Damit ist eine gut funktionierende Schilddrüse der Hündin mitverantwortlich für die gesunde Entwicklung ihrer Welpen!

Da Schilddrüsenhormone gut im Blut nach zu weisen sind, ist die Bestimmung dieser Werte (T4) vor der Belegung einer Hündin sehr wichtig und sinnvoll. Diese Untersuchung wird in der IGRK von allen Hündinnen vor dem Deckeinsatz erbracht.

So kann vermieden werden, dass eine erkrankte Hündin weder ihre genetische Anlage zur Schilddrüsenunterfunktion weitervererbt, noch die Welpen durch mangelnde Schilddrüsenhormone geschädigt werden.

Erkrankte Hunde können gut durch entsprechend dosierte Gaben von Schilddrüsenhormonen (Tabletten) behandelt werden und haben dann eine gute Lebensqualität.