Grundlagen der Zucht

Die IGRK ist ein Zusammenschluss von Hobby-Züchterinnen und -Züchtern. Mit viel Leidenschaft, Zeit, Engagement und Liebe wachsen alle Würfe in den jeweiligen Familien auf. Neben der vielen Arbeit, die die Aufzucht eines Wurfs mit sich bringt, steckt hinter diesem wunderbaren Hobby auch noch sehr viel organisatorisches Geschick und Wissen in Hülle und Fülle.

Die Zuchtleitung setzt sich detailliert mit Stammbäumen verschiedenster Hunde und Zuchtlinien auseinander, um die bestmöglichen Verpaarungen zu finden, die tolle Hunde mit dem kleinstmöglichen Krankheitsrisiko versprechen. Jahrelange Erfahrung, viele Sichtungen der Junghunde, Telefonate und Teamtreffen und noch mehr Zeit vor dem PC helfen dabei, dem Ziel der IGRK, nämlich die Kromfohrländer gesünder und wesensstärker zu machen, näher zu kommen.

Das Einkreuzen rassefremder Hunde ist leider im Rahmen des VDH nicht möglich.  Folgend wollen wir Ihnen einen kleinen Einblick geben, was die IGRK unter einer verantwortungsvollen Zucht versteht. Zusätzliche Details zu den einzelnen Themen können Sie den weiteren Seiten der Rubrik "Zucht" entnehmen.

Vor der Verpaarung

Jede Hündin und jeder Rüde, ganz gleich ob reinrassig oder Mischling, die in der IGRK zur Zucht eingesetzt werden, müssen für diese zugelassen werden. Die Zuchtzulassung erfolgt meistens im Rahmen einer Sichtung, bei der das Wesen, der Körperbau und das Aussehen der Hunde von den IGRK-Zuchtwarten geprüft werden. Eine Augenuntersuchung eines DOK-Tierarztes muss dafür vorliegen. Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Seite "Sichtung".
Jeder Züchter, der mit seiner Hündin einen Wurf machen will, bekommt von der IGRK die so genannte 'Züchtermappe' zur Verfügung gestellt. Sie vereint mehrere Jahrzehnte Züchterwissen und ist auf dem neuesten Erkenntnisstand zu Gesundheit und Aufzucht von Welpen. Sie umfasst alle Stationen des Zuchtgeschehens vom Führen der Läufigkeitstabelle über die homöopathische Begleitung der Geburt bis hin zum Kaufvertrag.

Alle Züchter müssen vor dem Deckakt der IGRK beitreten und die IGRK-Zuchtgrundsätze unterschreiben. Desweiteren muss der Zwinger angemeldet und ein Zwingername beantragt werden. Daraufhin folgt eine Zuchtstättenkontrolle, bei der geprüft wird, ob die räumlichen Gegebenheiten vor Ort mit den Grundsätzen und Vorgaben der IGRK zum Thema Welpenaufzucht übereinstimmen.
Mit dem Zuchtantrag müssen die notwendigen Befundbögen der Gesundheitsuntersuchungen der Zuchtbuchstelle eingereicht werden. Von der Zuchtleitung werden daraufhin passende Rüden vorgeschlagen. Der Züchter nimmt selbst Kontakt mit dem Rüdenbesitzer auf. Es folgt der Deckakt (inkl. Deckmeldung) und die Trächtigkeit der Hündin.

Vor der Geburt

Grundsätzlich stehen die erfahrenen Züchter der IGRK den Züchtern, die einen Wurf erwarten, jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Zusätzlich dazu bekommen alle Züchter ausführliche Informationen und Literaturtipps zu Themen wie Trächtigkeit, Geburt und Welpen. Insbesondere in der Zeit der Trächtigkeit geht es häufig um Fragen zu den Themen Ernährung der Hündin, Medikamentengabe, Entwurmen, Bewegung (Sport), usw.

Die Züchter haben ab dem Deckakt ca. 8 Wochen Zeit, um die Wurfbox und den Aufzuchtbereich vorzubereiten und sich die notwendigen Utensilien für die Geburt zu besorgen. Um welche Dinge es sich genau handelt, kann der Züchter ebenfalls der Züchtermappe entnehmen. Genauso wie eine Liste mit Arzneien und homöopathischen Mitteln, die bei der Geburt bereit stehen sollten.

Von der Geburt bis zur Welpenabgabe

Bei der Geburt muss der Züchter und im besten Fall die Familienmitglieder anwesend (bzw. im Haus) sein. Zusätzlich besteht die Möglichkeit erfahrene Züchter hinzu zu ziehen, die den Geburtsvorgang begleiten und den Züchter unterstützen und beraten können.

Während dem Geburtsvorgang muss die Geburtsverlaufstabelle ausgefüllt werden. Bei im Schnitt einem Welpen pro Stunde ist das zeitlich gut zu schaffen. Es wird der Geburtszeitpunkt und -gewicht festgehalten. Zudem werden die Welpen fotografisch erfasst. In der ersten Woche nach der Geburt muss die Wurfmeldung ausgefüllt und versendet werden. Wie die Welpenaufzucht bei Würfen der IGRK abläuft können Sie im Detail auf der Seite "Welpen" nachlesen.

Bevor der Züchter die Welpen abgibt, werden sie geimpft und gechippt. Alle Welpen werden im Zuge der 'Wurfabnahme' durch die Zuchtwarte der IGRK gesichtet. Der Geburtsverlauf, Gewichtsentwicklung, das Aussehen sowie der Körperbau werden geprüft und schriftlich festgehalten.
Die Welpenkäufer verpflichten sich beim Kauf, ihren Hund nach 1,5 - 2 Jahren zur Sichtung vorzustellen. Wie oben bereits beschrieben finden Sie hierzu mehr Informationen auf der Seite "Sichtung". Die Ahnentafeln der Hunde werden den Besitzern nach dieser Sichtung ausgehändigt.

© IGRK 08/2015