IGRK Tag am 02.10.2011

Oder:

Und jedem Anfang wohnt ein „Bellen“ inne …

… so oder so ähnlich, ganz frei nach Hermann Hesse, erging es uns am 1. Oktober 2011, morgens gegen halb zehn auf dem Parkplatz des Restaurants Schleushörn am Großensee bei Hamburg. Herrliches Kaiserwetter empfing hier die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen IGRK-Tages.

Wir, das sind Ronald Cornelius und Monika Stephan, beide seit einiger Zeit kromifiziert und seit dem 8. Oktober stolze Hundeeltern des kleinen Rüden „Cooper“ aus dem C-Wurf von Britta Bessey. Und wir – wir waren richtig aufgeregt!

Was passiert an einem solchen Tag? Wie sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Hunde aufgelegt? Wie läuft die Veranstaltung überhaupt ab und vor allem: werden die Welpen auch da sein? Fragen über Fragen.

Und wie war’s?

Kaum dem eigenen Auto entstiegen, kam uns schon der erste Kromi inklusive Frauchen entgegen und ehe wir uns versahen waren wir im Gespräch. Schon auf dem Weg ins Restaurant fühlte man sich angenommen und gut aufgehoben. Und dieses Gefühl sollte sich den ganzen Tag immer wieder bestätigen.

So richtig los ging es dann gegen zehn Uhr mit einem kleinen Spaziergang. Fast alle schon anwesenden Herrchen und Frauchen, inklusive der dazugehörigen Hunde, wanderten entspannt am See entlang. Die meisten kannten sich ja schon von anderen IGRK-Tagen oder von diversen Kromi-Spaziergängen. Jedenfalls war es schön zu sehen, wie Hund und Mensch sich wieder erkannten oder auch neu kennenlernten. Das wohl schon obligatorische Gruppenfoto der Hunde durfte dann auch nicht fehlen. Schon spannend zu sehen, wie versucht wurde, ein gutes Dutzend Kromis in die richtige Positur zu bringen. Es scheint aber allen gehörig Spaß gemacht zu haben. Auch uns und den restlichen Neu-Kromi-Besitzern. Denn davon waren ja auch einige gekommen.

Weiter im Programm ging es dann mit der offiziellen Eröffnungsrede von Maria Krahs-Dugger, die sich unter anderem bei Britta Bessey für die gute Vorbereitung des IGRK-Tages bedankte. Ebenso wurden einige Mitglieder und ihre Hunde vorgestellt. Für uns als Neulinge ein etwas verwirrendes Erlebnis. Wer kann sich schon all die Namen und vor allem (Hunde)-Gesichter merken.

Nur wenige Minuten später dann schon der für uns spannendste Moment an diesem Vormittag. Einmarsch der Welpen. Ein wuseliger Haufen kleiner Kromi-Mixe nahm das Restaurant in Beschlag und bezauberte sofort alle Anwesenden. Selbst die abgeklärtesten Kromis kamen zum Schnuppern und es gab wohl keine Einwände, die gegen einen Verbleib der kleinen Racker sprachen. Britta hatte schon im Vorfeld ein wunderbares kleines Welpengehege auf der Terrasse aufgebaut, in das die Zwerge nach ausgiebiger Begrüßung durch ihre zukünftigen Besitzer kamen. Und die Kleinen, deren Besitzer nicht an diesem Tage anwesend sein konnten, wurden durch freiwillige „Ersatzeltern“ liebevoll umsorgt. Außerdem war ja auch noch Mama Adele da, die schon dafür sorgte, dass alles seinen richtigen Gang ging.

In all der Aufregung vergaßen wir fast, uns an dem in der Zwischenzeit aufgebauten Bratkartoffel-Buffet zu bedienen. Lecker, lecker, lecker. Das Angebot reichte von Schnitzel über Sauerfleisch bis hin zu Hähnchenkeulen, Roastbeef und Matjes, alles mit Bratkartoffel der Extraklasse, frischem Salat und natürlich Pommes für die Kinder.

Frisch gestärkt ging es dann auch schon an den nächsten Programmpunkt: Die Tombola! Lose kaufen und darauf hoffen, einen der vielen Preise zu gewinnen die, schon auf einem großen Tisch auf der Terrasse aufgebaut, den zukünftigen Gewinnern ins Auge stachen. Alle Gewinne, von Privatpersonen und Geschäftsleuten gestiftet, fanden dann am Ende der Veranstaltung einen neuen Besitzer und es ging kein Loskäufer, ohne wenigstens ein paar Leckerlies nach Hause. Hierbei sei allen Spendern und Stiftern, besonders dem Fressnapf aus Hannover, ganz herzlich gedankt.

Während einige schon nach ihren Gewinnen schielten, zwischendurch mal fix die Welpen streichelten oder einfach nur auf der sonnigen Terrasse ein gekühltes Getränk genossen, baute schon Anja Reiteritsch vom Hundesalon Trittau ihren Frisiertisch auf. Ehe der arme „Billy“ von Britta sich versah, war er auch schon das Model, das sich für den sehr interessanten Vortrag über das Trimmen von rauhaarigen Hunden dem geneigten Publikum präsentierte. Zu seinem Glück wurde er später dann von „Adele“ abgelöst, die somit auch zu einem kleinen Trimmvergnügen kam. Der Vortrag von Anja Reiteritsch kam allerdings nicht nur bei den beteiligten Hunden gut an. Viele neugierige Fragen aus dem Publikum bestätigten dies.

Nachdem nun Herrchen und Frauchen über die neuesten Methoden des Trimmens informiert waren, wurde nun wieder den Hunden Rechnung getragen. Hunde-Rallye war das Zauberwort. Organisiert und durchgeführt von Corinna Langer zogen alle erwachsenen Hunde mit ihren Menschen los um, in drei Gruppen aufgeteilt, die begehrten Preise einzuheimsen.

Ganz plötzlich war es ruhig auf der Terrasse und somit ein guter Zeitpunkt um mit den Welpen ebenfalls einen kleinen Spaziergang durch den Wald zu machen. Also alle an die Leine und Abmarsch in den Wald. Hundemama „Adele“, Oma „Jule“ und Onkel „Billy“ waren natürlich auch mit dabei. Kaum im Wald angekommen hieß es „Leinen los“ und neun neugierige Welpen stürmten los, nicht immer in die gleiche Richtung aber immer wieder eingefangen und eingeholt von „Adele“ und den besorgten Neu-Hunde-Eltern. Jeder fremde Hund und einmal sogar zwei riesige Pferde sorgten dann dafür, dass ein schnelles auf den Arm nehmen notwendig war. Und nicht immer hatten wir dann auch Cooper auf dem Arm. Doch es war ein aufregender Spaziergang. Für die Welpen, für Britta und natürlich auch für uns. Am Ende fielen alle erschöpft in ihr Gehege und ehe man sich versah, war das große Schlafen ausgebrochen. Welch ein Anblick!

Die „Großen“ kamen dann auch kurz danach von ihrer Rallye zurück. Alle etwas müde aber auch mit glücklichen und zufriedenen Gesichtern. Die Besten der Rallye wurden ermittelt und die Preise vergeben. Keiner blieb als Verlierer zurück. Alle waren Gewinner.

Es war ein schöner Tag mit vielen Eindrücken und Gefühlen. Als dann auch die Welpen wieder nachhause fuhren, wir sie für den Augenblick ein letztes Mal im Arm hielten, dann wussten wir, dass die Entscheidung sich einen Kromi (-Mix) zuzulegen die Beste war, die wir in den letzten Jahren getroffen hatten.

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal ganz herzlich bei Britta dafür bedanken, dass sie es uns und den Welpen ermöglicht hat, diesen Tag zu erleben und zu genießen. Danke natürlich auch an alle anderen, die uns herzlich aufgenommen haben in die Runde der Interessengemeinschaft rauhaarige Kromfohrländer.

Während ich dies schreibe, liegt „Cooper“ neben meinem Schreibtisch und schläft den Schlaf der Gerechten. Ein kleiner Moment der Ruhe und des Innehaltens. Und so wohnt jedem Anfang doch ein Zauber inne …

Vielen Dank für den Text an Ronald Cornelius mit Cooper von den Rotenbeker Vierpfötern.