Cystinurie

„Unter Cystinurie versteht man eine Stoffwechselerkrankung, bei der eine Aminosäure, das Cystin im Übermaß über den Urin ausgeschieden wird.
Da diese Aminosäure unter den chemischen Bedingungen, die im Urin vorliegen, schlecht löslich ist kommt es bei den erkrankten Tieren zur Bildung von Cystinkristallen, die sich zu mehr oder weniger großen Steinen entwickeln können.
 
Diese Steine können im Laufe der Zeit so zahlreich werden, dass sie die ganze Blase ausfüllen.
 
Zudem können sie den Abfluss des Urins blockieren, so dass es zu einem Harnstau kommen kann, der im schlimmsten Fall zu einer tödlichen Ruptur der Blase führen kann. „            Quelle: Prof. Irene Sommerfeld-Stur

Weitere sehr gute  Informationen zum Thema finden Sie auf den Seiten des Irish-Terriers.
cystinurie-irishterrier.de/pages/cystinurie---was-ist-das.ph
cystinurie-irishterrier.de

Cystinurie beim Kromfohrländer

Leider ist diese Erkrankung auch bei den Kromfohrländern in den letzten Jahren aufgetaucht. Der Rassezuchtverein hat beschlossen (WUFF 1 -2012):

„dass Elterntiere die Cystinurie vererben und deren direkte Nachkommen aus der Zucht genommen werden.
Diese Zuchtlenkungsmaßnahme tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft“

Für die Rasse der Kromfohrländer bestehen derzeit noch keine Referenzwerte für die Aminosäuren im Urin, sodass nicht beurteilt werden kann, welche Werte für die Erkrankung eines Hundes zugrunde gelegt werden müssen.
Momentan macht eine Untersuchung der Kromfohrländer nur dann Sinn, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten und genügend Daten erkrankter und gesunder Tiere zusammentragen, damit ein Referenzwert für unsere Hunderasse erstellen zu können.

Da der genetische Erbgang rezessiv ist, braucht es klinisch kranke und auch gesunde Hunde, wenn möglich ganze Hundefamilien, um dann über eine Verknüpfung klinischer Symptome, COLA-Werte und DNA-Analyse einen Genmarker zu definieren.
Die IGRK bemüht sich darum, die verschiedenen Züchtergruppen für dieses Projekt zu begeistern um die erforderlichen Daten für die Festlegung eines Cystinurie-Markers zu erbringen, wie auch eine Vet.-Med.Hochschule zu finden, die das Thema in ihre Forschung einbeziehen möchte.

Sobald weitere Informationen bekannt sind, werden wir Sie auf diesem Wege informieren.
Wir bitten alle Besitzer bereits untersuchter Kromfohrländer eine Kopie des Befundes an die Zuchtbuchstelle der IGRK zu schicken.

Um dieser Erkrankung in der IGRK keine Chance zu geben, werden alle Hunde, die ab 2012 zum Zuchteinsatz kommen, den COLA -Test machen. Der Test bestimmt den Wert der Aminosäuren im Urin. (Cystin, Ornithin, Lysin, Arginin) und man kann fürs Erste nur eine Aussage über auffällig oder unauffällig machen.
Da die Grenzwerte der Aminosäuren im Urin bei Kromfohrländern noch nicht ermittelt wurden, und voraussichtlich nicht mit den Werten anderer Hunderassen (z.B.Neufundländer oder Irish-Terrier ) übereinstimmen, ist es wichtig, jetzt mit dem Sammeln der Daten unserer Hunderasse zu beginnen.

Bitte melden Sie alle Ihnen bekannten Krankheitsfälle an die Zuchtbuchstelle! Nur so kann das Zuchtprogramm der IGRK effekiv fortgeführt werden.